Berlin-Stuttgart

Flixtrain Fahrt vom 25.10.2018 Berlin Hbf. – Stuttgart Hbf.

Als ich mich frühzeitig um 6:30 auf dem Berliner Hbf. für meine Fahrt mit dem Flixtrain einfinde, wird mir auf den elektronischen Fahrplänen angezeigt, dass der Zug statt, wie auf dem Ticket steht, von Gleis 13 auf Gleis 14 abfährt. Da dies auf demselben Bahnsteig ist und überall angezeigt und durchgesagt wird, stellt dies kein großes Problem dar.

Pünktlich trifft der Zug ein und ich sehe sofort meinen reservierten Wagen und steige ein. Der Einstieg selbst ist recht schwer, da zwischen Treppe und Wagon nur wenig Platz ist. Mit zwei Koffern halte ich den Einstieg sehr auf. Dies besserte sich auch nicht als ich im Zug bin: Die Gänge sind mit einer Breite von etwa 80cm an der schmalsten Stelle für einen komfortablen Durchweg mit Koffern eng und es halten einen alle paar Meter im Wagon schwere Glas Zwischentüren, die sich nur aufdrücken lassen, weiter auf. Zu dem befinden sich zum Teil an den Seiten mitten im Gang ausklappbare Stühle, die im Verlauf der Zugfahrt (als sich die Wagons immer weiter füllten) einigen Personen das Durchkommen durch den Zug massiv erschweren.

In meinem Wagon gibt es ein Abteil für Reservierungen und eines ohne. Die Zug Reihung ist durcheinander und die Beschilderung ist nicht eindeutig. So steht Außen auf dem Wagon „Wagen drei“. Auf den Glastüren des reservierungspflichtigen Bereiches steht von Innen ebenfalls „Wagen drei“, von außen aber „Wagen vier“. Dies führt zu einiger Verwirrung und ich muss anderen Fahrgästen erklären, dass es sich doch um „Wagen drei“ und nicht „Wagen vier“ handelt, um auf meinen reservierten Platz zu kommen. Der Vorbeikommende Zugbegleiter bringt auch nicht mehr Aufklärung. Er wisse auch nicht, welcher Wagen jetzt wo wäre und versucht eine Dame dann zu ihrem „Wagen vier“ zu bringen.

Man reist insgesamt günstig, erhält aber auch eine alte Ausstattung. Der Wagon ist insgesamt vergilbt und die Fenster dreckig. Durch die Fenster, die zu sind, zieht es beim Schnellen fahren, sodass mir und meinen Mitreisenden über die sechseinhalb Stunden kalt wird. Die Heizung scheint nicht oder kaum zu funktionieren. Beim Durchlaufen des Zuges gibt es aber auch Abteile, welche sehr schön aussehen und stark restauriert worden sind. Es fühlt sich an, als gäbe es zwei Klassen, nur gibt es eigentlich nur eine Klasse.

Überall wird für das WLAN geworben, aber das WLAN ist nicht nutzbar. Es wird mir angezeigt „verbunden, kein Internet Zugriff“ und auf eine Seite um das WLAN frei zu schalten werde ich auch nicht weitergeleitet. Da im Zug kein Empfang für mobile Daten ist, verbringe ich die nächsten Stunden ohne Internet. Ich kann Oma also kein Selfie schicken, wie es die überall hängende Werbung über die Internetverbindung verspricht.

Beim Begutachten des Zuges finde ich im Abteil des Zug Kiosk ebenfalls das barrierefreie Abteil. Hier sind die Gänge vom Zug Einstieg bis zum Platz angemessen groß und es gibt Platz für mindestens 2 Rollstuhlfahrer. Ein barrierefreies WC befindet sich ebenfalls hier. Der Einstieg ist allerdings derselbe, wie in dem restlichen Zug - also dieselben Stufen und dieselbe schmale Tür. Nur der Platz im Zug um den Einstieg ist deutlich größer. Da kein Rollstuhlfahrer an Bord ist, kann ich nicht herausfinden, wie der Einstieg praktisch bewältigt werden soll.

Für einen E-Rolli ist die Tür meines Erachtens zu schmal. Geöffnet hatte die Tür eine Breite von ca. 75-80cm. Es gibt keine visuellen Anzeigetafeln, welche den nächsten Halt anzeigen. Ebenfalls gibt es keine Markierungen der Stufen. Durch die Lautsprecher im Zug wird man recht knapp vor Erreichen des nächsten Haltes über diesen Informiert.
„Wir erreichen nun unsere Zielhalte Stuttgart Hbf. eine Minute früher als geplant. Wir bitten Sie diese Unannehmlichkeit zu entschuldigen“ - mit dieser scherzhaften Aussage der Zugdurchsage erreiche ich pünktlich Stuttgart Hbf..

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Hamburg-Köln

Misslungene Fahrt Flixtrain

Nachdem ich Ende Oktober 2018 die Anfrage/den Auftrag bekam, den Flixtrain von Hamburg nach Köln zu testen, begann ich zunächst mich über die Homepage zu informieren und habe anschließend eine Mail dorthin geschickt, wie es um die barrierefreie Reisemöglichkeit auf dieser Strecke steht. Dort bekam ich zunächst einmal gar keine Antwort.

Daraufhin rief ich die Telefonnummer von der Homepage an. Es meldete sich ein Mitarbeiter mit ausländischer Stimme, die telefonische Verbindung war schlecht. Auf meine Frage nach dem Ablauf einer Flixtrain Buchung bekam ich folgende Antwort: Ich soll meine Buchungsnummer mitteilen und dann wird mir ein eqntsprechendes Abteil zugewiesen. Ich dachte mir, das ist ja simpel und toll einfach!

Nachdem ich mir nun das Ticket über ein Reisebüro besorgt habe, habe ich die Flixtrain-Hotline angerufen. Man gab mir die Telefonnummer der Mobilitätszentrale der Deutschen Bahn. Meine Buchungsnummer sollte dort angemeldet werden. Dies tat ich und mailte daraufhin meine Buchungsnummer der Mobilitätszentrale von Flixbus/train. Bis dato hatte ich keine Informationen über zulässige Maße meines Rollstuhls und dass ich diese beachten muss.

Als Rückmeldung bekam ich eine Absage, da mein Rollstuhl zu groß sei, bzw. nicht die vorgegebenen Maße erfüllt, die mir nicht mitgeteilt wurden. Ich konnte die Fahrt also nicht beginnen.

Zur Entschädigung wurde mir eine Gutschrift angeboten, auf die ich mich nicht eingelassen habe. Daraufhin überwies man mir den vollen Betrag auf mein Konto.

Trotz vielfacher Werbung für den Flixbus und Flixtrain, gelang es dem logistischen Management nicht, mir die bestellte Fahrt zu übermöglichen.

Mein Fazit:
Meine persönliche Erfahrung ist, dass ich das logistisches Management beim Flixbus als holprig erlebt habe, beispielsweise wurde trotz Anmeldung als Fahrgast mit körperlicher Einschränkung ein verkehrter Bus eingesetzt, so dass ich die gebuchte Reise nicht antreten konnte. Der logistische Ablauf bei Flixtrain funktioniert aus meiner Erfahrung noch weniger gut. Meines Erachtens finde ich es vorteilhaft, wenn externe Verkaufsstellen, zudem Informationen zur Fahrgastbeförderung mit Handycap mitteilen. Damit in Zukunft die selbst erfahrene Situationen vermieden werden können.

Köln-Hamburg

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